ÜBER DIE GESCHICHTE DER SCHOKOLADE

Die Geschichte der Schokolade sowie deren Verarbeitung reicht bis weit in die Zeit vor unserer Zeitrechnung zurück. Die ersten Belege über den Verzehr von Kakaobohnen tauchen um 1500 v. u. Z. in der Kultur der Olmeken auf. Im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung galt die Schokolade als Genussmittel der gesellschaftlichen Eliten bei den Mayas und Azteken, welche die Schokolade in flüssiger Form verzehrten - ohne Zucker, aber dafür gewürzt, z. B. mit Chili. Kakaobohnen dienten sogar als Zahlungsmittel.

SCHOKOLADE ALS ZAHLUNGSMITTEL NOCH VOR GOLD

Erstaunlicherweise ist eine Aufzeichnung über den vielleicht überhaupt ersten Kontakt der Europäer mit Kakao erhalten geblieben. Auf seiner vierten Reise nach Amerika hat Christopher Columbus nahe der Insel Guanaja ein Kanu der Maya in seinen Besitz gebracht. Es wurden Baumwolle, Waffen, Korn und Metallgegenstände gefunden. Dem erhaltenen Text zufolge wurden im Kanu auch Mandeln gefunden, welche von den Einheimischen als Zahlungsmittel verwendet wurden. Mehr Interesse hat Christopher Columbus damals jedoch nicht an ihnen gezeigt, und als er zehn Jahre später verstarb, hatte er Kakao wahrscheinlich noch nicht einmal probiert.

DIE ERSTE SCHOKOLADENTAFEL WIRD HERGESTELLT

Zum ersten Mal sind Kakaobohnen über Spanien nach Europa gekommen. Im selben Land wurde 1534 die erste europäische Tasse Kakao von Mönchen im Kloster Monasterio de Piedra in der Region Aragonien zubereitet. Mehr als ein Jahrhundert lang war Schokolade nur auf der Iberischen Halbinsel bekannt. Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts gelangte sie über Großbritannien auch in die anderen europäischen Länder. Und erst 1847 wurde die erste Tafel Schokolade in fester Form hergestellt. Dies war der Verdienst der namhaften Fabrik Joseph Fry und Sohn, welche eine spezielle Methode für deren Herstellung entwickelt hatte. Schnell verbreitete sich die Tafelschokolade weltweit.

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